Der Feldberg und seine Nachbarn

Der Feldberg ist der höchste Berg des Schwarzwalds: 1.493 Meter, oben eine Kuppe mit Aussicht, darunter ein Netz kleiner Skigebiete, das sich über die Dörfer Feldberg, Todtnauberg, Muggenbrunn, Notschrei und Menzenschwand verteilt. Zusammen kommen die Hänge auf rund 60 Pistenkilometer und etwa 40 Liftanlagen – überschaubar, aber für ein Wochenende ideal. Der große Vorteil der Region sind die Preise: Eine Tageskarte kostet je nach Gebiet zwischen 25 und 32 Euro, und wer eine Saisonkarte kauft, zahlt kaum mehr als eine Woche in den Alpen.

Seebuck und Grafenmatt: der Kern des Gebiets

Das Hauptgebiet liegt zwischen Feldberg-Ort und dem Seebuck auf 1.448 Metern: breite, gut präparierte Hänge, dazu die Grafenmatt mit längeren Abfahrten. Die Anlagen sind modern, die Beschneiung deckt die wichtigsten Pisten ab – in schneearmen Wintern ist das der Unterschied zwischen Skifahren und Zuschauen. An Wochenenden kommen Tagesgäste aus Freiburg, Basel und Stuttgart, dann wird es voll. Unter der Woche dagegen hat man den Berg fast für sich. Wer früh kommt, parkt direkt an der Talstation und ist um acht auf der ersten Piste.

Todtnauberg und Muggenbrunn: die ruhigen Nachbarn

Todtnauberg und Muggenbrunn sind kleinere, eigene Gebiete mit je ein paar Liften, ruhigen Hängen und deutlich weniger Betrieb. Gerade für Kinder und Einsteiger sind sie ideal: kurze Wege, keine langen Schlepplifte, günstige Tagestickets. Muggenbrunn lockt zusätzlich mit einer Rodelbahn, Todtnauberg mit einer langen, ruhigen Talabfahrt. Wer eine Woche plant, kombiniert die Gebiete mit dem Skipass der Region, der für alle gilt. Die Dörfer selbst sind typische Schwarzwaldorte mit Gasthöfen, Kirschtorte und ohne jeden Alpenkitsch.

Langlauf und Winterwandern: die zweite Saison

Der Hochschwarzwald ist eine der großen Langlaufregionen Deutschlands: rund 200 Kilometer Loipen zwischen Feldberg, Notschrei, Bernau und Menzenschwand, klassisch gespurt und geskatet. Dazu kommen geräumte Winterwanderwege und Rodelbahnen, die besonders an Wochenenden gut besucht sind. Das Schöne: Langlauf und Schneeschuhwandern kosten fast nichts, das Leihen von Ausrüstung ist ab 15 Euro am Tag möglich. Wer eine Woche ohne Liftkarte plant, findet hier die größte Auswahl an Winteraktivitäten nördlich der Alpen.

Preise und Ausrüstung

Die Tagestickets liegen zwischen 25 und 32 Euro, Kinder zahlen die Hälfte, und eine Saisonkarte für die Feldbergregion gibt es bereits um die 250 Euro. Leihski kosten rund 25 Euro pro Tag, inklusive Schuhen und Stöcken. Essen auf der Hütte: 12 bis 18 Euro, ein Getränk 4 bis 5 Euro – also deutlich unter alpinem Niveau. Wer mit Kindern anreist, findet überall Familienangebote. Wichtig: Die Region lebt vom Schnee, wer im Dezember bucht, sollte die Schneehöhen und die Beschneiung prüfen – der Schwarzwald ist keine Gletscherwelt.

Wann sich der Schwarzwald lohnt

Die Saison läuft je nach Schneelage von Dezember bis März, die zuverlässigsten Wochen sind Januar und Februar. In diesen Monaten ist die Beschneiung voll aktiv, und die höheren Lagen um den Feldberg haben fast immer genug Schnee. Skifahren am Wochenende ist möglich, aber voll; die beste Kombination ist ein langes Wochenende mit Anreise am Donnerstag. Wer abseits der Pisten wandern oder rodeln will, ist flexibler und kann auch in schneearmen Wintern fast immer etwas finden. Der Hochschwarzwald ist kein Alpenersatz, sondern etwas Eigenes – günstig, ehrlich und nah.

Ein letzter Hinweis für Tagesausflügler: Die Anreise aus Freiburg dauert kaum eine Stunde, aus Basel oder Stuttgart etwas mehr – der Hochschwarzwald ist damit auch spontan erreichbar, wenn die Alpen im Nebel versinken. Wer die Region kennt, kombiniert gern: Vormittags Skifahren am Seebuck, nachmittags Langlauf in Bernau, abends Kirschtorte im Gasthof. Die Familienkarten sind erschwinglich, viele Lifte bieten Kinderermäßigungen, und die Skischulen nehmen sich Zeit für den Nachwuchs. Für einen ersten Winterurlaub mit Kindern, für Skianfänger und für alle, die dem alpinen Preisniveau entfliehen wollen, ist der Feldberg eine kluge Wahl – und eine, die man nicht weit planen muss.

Von der Redaktion

Das SkiZeit-Team recherchiert vor Ort und an öffentlichen Quellen, testet Ausrüstung und beschreibt Skigebiete so, wie sie wirklich sind – in eigenen Worten.